Die Geschichte des Faustballsports

Erstmals erwähnt Plautus [3. Jhd. v. Chr.] einen "Folli pugliatoris", das heißt "ein mit der Faust geschlagener Ball".
Eine römische Gedenkmünze des Kaisers Gordinaus des dritten um 240 n. Chr. zeigt drei Männer mit wuchtigen Faustbällen.
Eine Weiterentwicklung vollzog sich im Mittelalter als italienischer Faustball, der "Mutter der heutigen Spielweise". So ist Italien als Ursprungsland des Faustballsports zu sehen.
Die älteste genaue Beschreibung stammt von Antonio Scàino [1524-1612], der 1555 in Venedig die Regeln zum "Ballonspiel" im"Trattor del glace della palla" niederschrieb.

Die Geschichte des Faustballsports in Ötisheim

Die "A's" enthalten wichtige Punkte der allgemeinen Vereinsgeschichte.
Die "F's" bieten Wissen über die Aktivitäten und Erfolge der Faustballabteilung.
Viel Spaß beim Durchlesen!

1892 13 Sportbegeisterte Bürger Ötisheims erkennen den Wert der Leibesübungen und gründen den ersten sporttreibenden Verein: den Turnverein Ötisheim

1910 erste Erwähnung der Faustballabteilung: "Die Faustballriege des Vereins beteiligt sich beim Turn- und Spielfest in Pforzheim mit 2 Gruppen und kehrt mit zwei prachtvollen Diplomen wieder zurück. Auszug aus dem Protokoll:"Gewiß ein freudiges Ereignis, da das Spiel zum erstenmal in unserem Verein gewertet wurde.""
Das Schau- und Preisturnen, bei dem die Faustballriege ein Probespiel zeigte verlief in glänzendem Rahmen.

1913 Auf dem Gauturnfest in Tiefenbronn wird die Mannschaft aus Schmie von Ötisheim förmlich deklassiert.

1914 Es liegen die Pläne für den Bau einer Turnhalle vor, jedoch schreibt nun der 1. Weltkrieg die weitere Geschichte

1919 Durch den Krieg verlor der Verein 21 Mitglieder. Die Verinsarbeit nimmt am 1. Februar wieder ihren Anfang. [Zur ersten Generalversammlung nach dem Krieg erscheinen trotzdem 56 Mitglieger]

1920 Die Faustballmannschaft erringt bei einem großen Turnier in Ölbronn den 2. Platz.

1921 In der Gaurunde macht die Faustballmannschaft Furore.

1922 Der Verein feiert sein 30-jähriges Jubiläum.

1922 Es findet ein großes Faustballturnier statt, das mit 18 Mannschaften ausgezeichnet besetzt ist.

1930 Unter großen finanziellen Opfern wird für 2500 RM der Turnplatz erworben.

1933 Dieses Jahr bringt einen harten Eingriff der Politik in das Vereinsleben. Das Vermögen des Vereins wird durch Parteiorgane sichergestellt und beschlagnahmt. Auch der Turnplatz wird enteignet und für andere Zwecke bereitgestellt.

1934 Auf Veranlassung der örtlichen Pateistelle kommt es zur Vereinigung des Turnvereins mit dem Fußballverein zu einem Großverein, dem TSV Ötisheim.
Durch eine Neuordnung des Sports im Reichbund kam es zu einer traurigen Wende. Nur noch mit Mühe liess sich das Vereinsschiff lenken.

1939 Die aktive Vereinsarbeit geht enorm zurück.

1945 Nach dem Zusammenbruch im Mai wurde der Verein durch die Besatzungsmacht aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt.

1947 Im Juni wird der Verein als TSV Ötisheim e.v. neu gegründet. 1947+48 wurde das Klubhaus am alten Sportplatz errichtet.

1950 Ein Wasch- und Umkleideraum wird angebaut.

1952 Beginn des Baus eines eigenen Sportgeländes größeren Stils indem man ein Gelände von ca. 2,5 ha [einschließlich des alten Turnplatzes] nördlich der Maulbronnerstraße erwarb.

bis 1958 das Gelände nimmt Gestalt an.

1958 Die Faustballabteilung nimmt ihren Betrieb wieder auf.

1960 Die Faustballmannschaft steigt in die Gauklasse 2 auf.

1961 Aufstieg in die höchste Klasse des Turngaus.

1961 19.06: Einweihung des Sportgeländes.

1963 Der Faustballabteilung gelingt die Bildung einer zweiten Mannschaft.

1966 Die damalige deutsche Fußballnationalmannschaft spielt gegen die Aizemer Fußballer. (Die National-11 gewinnt 9:2).

1967 Die zweite Faustballmannschaft schafft den Aufstieg in die Gauklasse 2. Der 1. Mannschaft mit den Spielern H. und K. Gienger, H. Kuhn, A. Klotz, G. Neubold und W.P. Steffen gelingt der schon früher angestrebte Sprung in die Landesklasse/West, in der sie einige Jahre Erfolg haben.

1972 Bei großen Turnieren macht die Faustballmannschaft durch ihre Erfolge den Vereinsnamen weit über die die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

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